Bildung, Pädagogik & Psychologie

Karrierevorsprung durch Weiterbildungen und Zusatzausbildungen

Lebenslanges Lernen gefragt

Die Anforderungsprofile und Jobperspektiven im Bildungs- und Beratungsbereich werden stark von wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und demografischen Veränderungen geprägt. Galt beispielsweise das Unterrichtswesen noch vor einiger Zeit als schwieriger Arbeitsmarkt, so können PflichtschullehrerInnen aufgrund zahlreicher Pensionierungen in den nächsten Jahren wieder mit besseren Jobchancen rechnen. Auch Reformpläne wie der Ausbau der neuen Mittelschule oder die Ausweitung der Tagesbetreuung bergen neue Beschäftigungschancen in sich. Die Bereiche Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement gelten ebenfalls als aufstrebend, wobei sich hier ein starker Trend zur Professionalisierung abzeichnet. Didaktische Aus- und Weiterbildungen sowie entsprechende Zertifizierungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die zunehmende Forderung nach lebenslangem Lernen sowie Trends wie eLearning und Blended Learning erfordern neue Kompetenzen und schaffen zugleich neue Betätigungsfelder.

Von der Lehre über Coaching bis zur Forschung

Das breite Betätigungsspektrum reicht von psychologischer und sozialer Betreuung, Beratung, Therapie, Coaching und Mediation über Erziehung, Forschung und Lehre bis hin zur Erwachsenenbildung und Personalentwicklung. Neben dem öffentlichen Unterrichts-, Gesundheits- oder Sozialwesen bietet auch die Privatwirtschaft zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten. Vor allem im therapeutischen und beratenden Bereich sowie in der Erwachsenenbildung sind häufig Selbstständige und FreiberuflerInnen anzutreffen. Auch Kombinationen von Teilzeitanstellung und freiberuflicher Tätigkeit sind keine Seltenheit.

Soziale Kompetenz als Grundvoraussetzung

Neben fachlichem, methodischem und didaktischem Know-how zählen soziale Kompetenzen wie psychische Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Motivationsfähigkeit, Teamarbeit sowie Kreativität und Flexibilität zu unverzichtbaren Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Bereich Bildung, Pädagogik und Psychologie. Wirtschaftliches Know-how ist nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch im Umgang mit dem Kostendruck in öffentlichen Einrichtungen wichtig. In der Forschung sind Qualifikationen im Bereich Projektmanagement, Akquisition und Fundraising gefragt. Im Bildungsmanagement sind zusätzlich Kenntnisse im Informations- und Wissensmanagement sowie Marketing- und PR-Kenntnisse erwünscht.

Bessere Jobchancen durch Zusatzausbildungen

Aufgrund der zunehmenden Zahl an Personen in sozialen Problemlagen und der Tatsache, dass viele soziale Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung ausgelagert werden, besteht vor allem in den Bereichen Therapie, Beratung und Coaching Nachfrage nach hochqualifiziertem Personal. Zusatzqualifikationen in Psychotherapie, Prävention oder Krisenintervention sowie Ausbildungen in Supervision und Coaching erhöhen die Jobchancen. Die Berufsaussichten von LehrerInnen hängen stark von der Fachrichtung, regionalen Faktoren und bildungspolitischen Rahmenbedingungen ab. SonderschullehrerInnen können in den nächsten Jahren mit besonders guten Jobperspektiven rechnen. Die Nachfrage nach Leistungen im Bereich Erwachsenenbildung und Fortbildung nimmt tendenziell zu. In den Bereichen frühkindliche Förderung, Bildungs- und Sozialmanagement wird der Bedarf an qualifiziertem Personal ebenfalls steigen.
Autor: red.