Tipps und Infos zum berufsbegleitenden Studium

Weiterbildung liegt im Trend. Die Märkte verändern sich rasant, damit auch die Jobs und die Anforderungen an den Einzelnen. Ob persönlich oder beruflich motiviert: Wer sich berufsbegleitend weiterbildet, investiert gut in seine Karriereplanung.
Berufsbegleitende Weiterbildung ist meist der Schlüssel zur persönlichen Karriereplanung. Oft ist es der Wunsch nach beruflicher Veränderung oder dem ersehnten Aufstieg, einer persönlichen Weiterentwicklung und der Aneignung von fachspezifischen Kenntnissen, nach mehr Erfolg oder einem besseren Gehalt, der Berufstätige über die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums nachdenken lässt.

In Österreich können akademische Grade an staatlichen oder privaten Universitäten, Fachhochschulen und – nach bestimmten gesetzlichen Bestimmungen – auch an außeruniversitären Bildungseinrichtungen erworben werden.
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Bedürfnisse von Berufstätigen werden berücksichtigt

Die meisten berufsbegleitenden Studienangebote dauern – je nachdem, ob ein Bachelor- oder Master-Studium absolviert wird – 2 bis 3 Jahre. Die Organisation der Studienangebote ist auf die speziellen Bedürfnisse von Berufstätigen abgestimmt: Verpflichtende Präsenzphasen, die meist am Abend und am Wochenende stattfinden, und Selbstlernphasen wechseln einander ab. Blended Learning, eine von vielen Bildungseinrichtungen praktizierte Form der Lernorganisation, die verschiedene Medien und Methoden, u. a. E-Learning, kombiniert, erlaubt den Studierenden eine flexible Zeiteinteilung.

Orts- und zeitunabhängig studieren: mit einem Fernstudium

Als attraktive Alternative zu einem Präsenzstudium erfreuen sich Fernstudien zunehmender Beliebtheit. Vor allem für Berufstätige, deren Wohnort in größerer Distanz zu Bildungseinrichtungen liegt oder die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, bietet ein Fernstudium die gute Möglichkeit, sich berufsbegleitend weiterzubilden. Zwar gibt es in Österreich keine eigene Fernuniversität, allerdings besteht schon seit vielen Jahren eine Kooperation zwischen der Republik Österreich und der FernUniversität Hagen in Deutschland. Die Studienabschlüsse, die an der Fernuniversität erworben werden können, sind jenen in Österreich gleichgestellt.

Engagement und Selbstdisziplin sind gefragt

Ein berufsbegleitendes Studium erfordert Selbstdisziplin, Engagement und Zielstrebigkeit. Nach einem anstrengenden Arbeitstag in einem Hörsaal zu sitzen oder sich auf eine Prüfung vorzubereiten, bedeutet eine enorme Belastung, die gut überlegt sein will.
Da das Privatleben während des Studiums meist leidet, ist es enorm wichtig, dass der Partner/die Partnerin bzw. die Familie die Entscheidung, neben dem Beruf zu studieren, mitträgt. Auch die Unterstützung des Arbeitgebers spielt eine wichtige Rolle. Viele Firmen begrüßen es, wenn sich ihre MitarbeiterInnen weiterbilden, da das Know-how, das sich diese aneignen, im Idealfall auch dem Unternehmen zugute kommt. Leider sehen jedoch nicht alle Arbeitgeber diese Vorteile. Umso wichtiger ist es, von Beginn an klare Absprachen mit den Vorgesetzten zu treffen.

Herausforderung Zeitmanagement

Zu den größten Herausforderungen für berufsbegleitend Studierende zählt die Einteilung ihrer Zeitressourcen. Beruf, Studium und Privatleben unter einen Hut zu bekommen, erfordert ein hohes Maß an Organisationstalent und Selbstdisziplin. Bei allem Engagement sollten jedoch Ruhe- und Erholungsphasen nicht zu kurz kommen, da ansonsten die Gefahr eines Burn-outs und in weiterer Folge eines möglichen Abbruchs des Studiums besteht.

Tipps für erfolgreiches berufsbegleitendes Studieren

  • Finden Sie das für Sie richtige Weiterbildungsangebot. Informieren Sie sich dazu auf den Websites der Fachhochschulen, Universitäten oder anderen Ausbildungsinstitutionen.
  • Wägen Sie ab, ob Sie die Belastungen, die ein berufsbegleitendes Studium mit sich bringt, in Kauf nehmen möchten.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihrem Arbeitgeber über Ihre Weiterbildungspläne und holen Sie sich Unterstützung.
  • Bemühen Sie sich von Anfang an um ein effizientes Zeitmanagement.
  • Verlieren Sie nie Ihr Ziel aus den Augen.
Autor: red.